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Nur vier Hände, doch fast ein Orchester
SCHUBERTIADE AKTUELL
Schwarzenberg (VN-Sch) Das international renommierte Klavierduo
widmete sein heuriges Konzert im Kauffmann-Saal ausschließlich dem
Genius loci Franz Schubert. Auf dem Programm standen ausgewählte
Werke für vier Hände (an einem Flügel) wie Marche Caractéristique
Nr. 2, C-Dur, D 968 B; Divertissement à la hongroise, g-Moll, D 818;
Vier Polonaisen, D 599, und Allegro, a-Moll, D 947, "Lebensstürme".
Das Duo Kutrowatz zeichnet sich durch bestechende technische und musikalische Übereinstimmung
aus und hat sich gerade mit dem vierhändigen OEuvre Schuberts schon
großen Ruhm erworben. Zwei Brüder – ein "orchestraler"
Gleichklang.
Der heitere Marsch D 968 B faszinierte zur Eröffnung des
Klavierabends vor allem durch die trotzigen ostinaten Bassfiguren. Das
ungarische Divertissement D 818 konnte rundum begeistern. Und allemal
spürte man das magyarische Fluidum auch der Brüder aus dem Ungarn nahen Burgenland. Nach der Pause erklangen mit
herrlich-tänzerischer Klangrede die Vier Polonaisen, D 599 (die erste
mit besonders rhythmischen Konturen) und das ausladende Allegro in
a-Moll, D 947, die "Lebensstürme". In grandioser
pianistischer Harmonie zelebrierten die genialen Brüder am Steinway
das von symphonischer Dramatik durchpulste Allegro. Der Jubel des
Publikums wurde noch mit zwei Edelsteinen aus dem Kutrowatz-Repertoire
belohnt – der virtuosen Ungarischen Rhapsodie Nr. 2 von Liszt und
dem Ungarischen Tanz Nr. 8 von Brahms.
Die Brüder Kutrowatz (Foto: Schubertiade)
, 6. September 2003 | |

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